Das Lohengrinhaus

1846 Graupa in der Sächsischen Schweiz, Am Dorfplatz Gehöft Nr. 12

                                                                              GPS-Daten: (51°00’00, 13°55’14)

 Zu meiner Erholung von allen überstandenen Mühseligkeiten und Bekümmerungen hatte ich mir nun als höchste Gunstbezeigung von meiner Direktion einen dreimonatigen Urlaub ausgewirkt, um in ländlicher Zurückgezogenheit sowohl mich erholen als reinen Atem zum Beginn einer neuen Arbeit schöpfen zu können. Ich hatte hierzu ein Bauernhaus in dem auf halbem Wege zwischen Pillnitz und dem Eintritt in die Sächsische Schweiz gelegenen Dorfe Groß-Graupe ausgesucht. Häufige Ausflüge auf den Porsberg, nach dem nahen Liebethaler Grunde, auch nach der entfernteren Bastei trugen bald zur Stärkung meiner angegriffenen Nerven bei.

                               (Richard Wagner, Sämtliche Briefe Bd. II., S. 510)

Ich wohne in einem gänzlich unentweihten Dorfe, ich bin der erste Städter, der sich hier eingemietet hat. Nun hoffe ich, alle Erlabung meines Gemüts und meiner Gesundheit von meinem Bauernleben. Ich laufe, liege im Walde, lese esse, trinke und suche das Musikmachen ganz zu vergessen.

                                                       (Richard Wagner: Mein Leben, S. 228−461, München 1963)

Im schattigen Garten der idyllisch im damals noch unberührten Liebethaler-Grund-Lochmühle hatte er „gelohengrint“. Sehr gerne solle er aber auch in der Scheune neben dem Schäferschen Wohnhaus auf dem Stroh liegend seinen Gedanken nachgehangen haben…“

 

2 Gedanken zu “Das Lohengrinhaus

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